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Theaterpolitik
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Welche Impulse braucht die freie Szene? |
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Das freie Theater - Die Alternative
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Geschrieben von: Florian Malzacher
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Das muss sie schon selbst entscheiden, die freie Szene. Anders als die Stadttheater ist sie in den letzten Jahren Teil eines sehr internationalen Netzwerks und eines elaborierten Kunstdiskurses geworden. Das bringt neue Vergleichsmöglichkeiten, Kriterien, Finanzierungsstrukturen, Herausforderungen mit sich. Eigene lokale Süppchen zu kochen, das ist selten noch eine Option.
Eine solche freie Szene braucht keine pädagogisch sinnvollen Impulse als Motivation oder Schulterklopfen. Sie braucht keine Kategorisierung, keine Jurys, kein best of, kein Theatertreffen. Sie selbst gibt Impulse: Dadurch, dass sie ihre prinzipielle strukturelle Freiheit nutzt, die Freiheit des Theaters als Medium zu erweitern, zu testen, zu strapazieren, zu überstrapazieren. Die Freiheit, immer wieder von Null anzufangen, vielleicht auch mal vom Text ausgehend, aber immer im Wissen: Alles was zur Hand ist, ist zur Hand. Die Freiheit, Strukturen, Hierarchien, Rollenzuschreibungen, Abläufe, Kollaborationen so zu erfinden, wie sie das jeweilige künstlerische Unterfangen braucht – und nicht umgekehrt.
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Veranstaltungshinweis: Symposium Kunstvernetzung oder die Kunst der Vernetzung - 31.Januar 2012 - LOFFT Leipzig |
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Das Stadttheater - Reif für Reformen
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Geschrieben von: Administrator
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Symposium Kunstvernetzung oder die Kunst der Vernetzung - 31.Januar 2012 - LOFFT Leipzig - Programm
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Es geht um Kinder. Es geht um Theater. Es geht um ein Haus. Dem KinderTheaterHaus Hannover zur Neueröffnung. |
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Das Theater für junges Publikum
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Geschrieben von: Maria Gebhardt
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Seit 1987 existierte in Hannover ein mobiles Kinder- und Jugendtheater, dessen Name sich im Verlauf seiner Jahre zu einer Marke in der Region entwickelt hat. Das Klecks-Theater, das sich selbst als eine Art Volkstheater verstand, wurde nun nach 23-jährigem Bestehen in ein neues Kindertheaterhaus umgewandelt. Mit einem Betrag von knapp 1,75 Millionen Euro ist das Alte Magazin seit September 2010 aus städtischen Mitteln saniert worden. Am 04.11.2011 wurde es eröffnet.
Zu Beginn der Sanierungsmaßnahmen im Herbst 2010 hieß es im Selbstverständnis des Klecks-Theaters noch, dass es gerade im Jugendbereich dringend erforderlich sei, regelmäßig Produktionen herauszubringen. Seit dem Tag seiner Neueröffnung nennt es sich nun KinderTheaterHaus Hannover und hat sich – wie schon im Namen ersichtlich – von der Jugend verabschiedet. Es handelt sich dabei nicht nur um eine Abgrenzung in der Altersstruktur der Zuschauerinnen und Zuschauer, sondern vielmehr um einen theaterpolitischen Fingerzeig. In Hannover soll damit nun darauf hingewiesen werden, dass auch Kinder selbstverständlich ein Recht auf kulturelle Teilhabe, auf eine eigene Öffentlichkeit und auf persönliche Auseinandersetzung mit künstlerischen Werken haben. Das Kindertheater wird mit dieser Spielstätte, seinem Team, seinen theaterpädagogischen Plänen zu einem Teil der Kulturlandschaft in Hannover und Region. Es war auch höchste Zeit!
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Ein Stadttheater der Zukunft - Das neue Theaterhaus Jena arbeitet am Modell |
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Das Stadttheater - Reif für Reformen
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Geschrieben von: Jasper Tibbe
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„Wir brauchen ein Modellhaus in Deutschland, das anders als die gängigen Theater funktioniert. Kein Stadttheater mit einer Nebenspielstätte für das Besondere, keine weitere freie Spielstätte mit zu wenig Geld – sondern ein starkes Haus." fordert Freie-Szene-Kurator Matthias von Hartz im Arbeitsheft von Theater der Zeit „Heart of the City". Das kleine Theaterhaus Jena, gerade erst zwanzig geworden, hat seit der Spielzeit 2011/2012 ein neues Leitungsteam, das mit Goethes „Urfaust" am 24. November 2011 seinen Einstand feierte. Ist es da zu viel verlangt, das „starke Haus" im Sinne des Freie-Szene-Kurators von Hartz zu sein? – Das Theaterhaus hat gerade auf struktureller Ebene eine experimentelle, „anarchistische" Tradition, stelltw Egberth Tholl am 30.11.11 in der Süddeutschen Zeitung heraus. Aus finanzieller Not wurde in den 90ern ein Gesellschafter-Modell entwickelt, das mit einer basisdemokratischen Orientierung auch in künstlerischen Fragen einherging. Die neue fünfköpfige Künstlerische Leitung, in der keiner älter als 30 ist, knüpfe nun, so Tholl, an die „anarchistischen Anfangszeiten an".
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Under Construction - Theater sind Kunstorte, die sich immer wieder neu definieren müssen. Ein Plädoyer für den Umbau des Theaters zum Laboratorium |
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Das Stadttheater - Reif für Reformen
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Geschrieben von: Amelie Deuflhard
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Das Jahr 1970 führte den Kopiergerätehersteller Xerox Corporation in eine tiefe Krise. Der Patentschutz für sein wichtigstes Verfahren, die Xerograie, lief ab, und man fürchtete, wesentliche Marktanteile an die japanische Konkurrenz zu verlieren. Um die Vormachtstellung im Bereich Bürotechnologie zu behalten, musste Xerox neue Technologien entwickeln und ging dazu einen un- gewöhnlichen Weg: Das Unternehmen engagierte eine Gruppe junger Wissenschaftler und richtete für sie mit dem Palo Alto Research Center eine Art Forschungspark ein. Die Idee dieses Laboratoriums war, dass jeder der jungen Wissenschaftler ohne Vorgaben seine Ideen frei entwickeln konnte – in einer Atmosphäre des Austauschs und der Kollaboration: „Die Atmosphäre war wie elektrisiert, es herrschte totale Freiheit. Es gab keinen gesunden Menschenverstand, fast jede Idee wurde als Herausforderung angesehen und regelmäßig hinterfragt." (John Warnock). Der Fehler: Das Management von Xerox griff von den zahlreichen Erfindungen, die dort gemacht wurden, nur jene auf, die etwas mit Fotokopieren zu tun hatten, vor allem die Ideen des Laser- und des Farbdruckers. Andere Ideen wie Prototypen für graische Benut-zeroberlächen, das Konzept tragbarer Computer, Videobearbeitungssoftware und die Maus wurden nicht weiterentwickelt. Gäste von außen, die in das Labor eingeladen wurden, wie Steve Jobs oder Bill Gates, nahmen diese Ideen auf, transformierten sie zu ihren eigenen und entwickelten sie zur Marktreife. Xerox hingegen war zu fixiert auf seine eigenen Produkte und dadurch nicht in der Lage, das Potenzial der Erindungen einzuschätzen.
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