Worstward ho – Mythos und Hort: das deutsche Stadt- und Staatstheater!

An dem großen Staatsopernhaus bemerkt die Produktionsleiterin kurz vor Beginn der Probe, dass das Bodentuch nicht befestigt wurde. Sie lässt die Technik einrufen. Ein Bühnentechniker nagelt das Bodentuch fest – bis zur Bühnenmitte. Warum nicht weiter? Er sei für Bühne Links zuständig, der Kollege von Bühne Rechts sei zur Brotzeit, müsse ja auch mal sein. Ein daraufhin herbei geholter Ersatzkollege von Rechts nagelt seine Seite fest. Die Probe mit etwa 80 Beteiligten beginnt eine Viertelstunde später. Der Regisseur erleidet während dieser Wartezeit einen Tobsuchtsanfall. Dies trägt ihm in der Folge die Kritik des Betriebsrats wegen seiner „unsozialen und despotischen Grundhaltung“ ein. Der Intendant lässt auf Nachfrage aus dem Haus mitteilen, er wünsche nicht, sich zu den Vorgängen zu äußern.

Per Aushang gibt der Intendant die Besetzung einer neuen Operettenproduktion bekannt. Dem jungen Gastregisseur teilt am ersten Probentag der Sänger X mit, er, der Sänger, sei unkündbar und der Intendant ein Volltrottel. Es richte sich nicht gegen ihn, den jungen Gastregisseur, aber er, der Sänger, werde die nächsten vier Wochen krank sein. Er käme dann ein paar Tage vor den Schlussproben, der junge Regiekollege möge ihm dann einfach kurz und knapp und bitte ohne Begründungen und Erklärungen sagen, wo er gehen, stehen und singen solle, er werde das dann alles auch genau so machen – Regisseure hätten nie irgendwelche Probleme mit ihm. Der junge Regisseur sucht entsetzt den Intendanten auf. Der Intendant sagt zum jungen Gastregisseur, er müsse es schaffen, Herrn X zu motivieren, dieser sei nun einmal unkündbar und überdies eng mit dem Bürgermeister befreundet. Der junge Regisseur kotzt noch im Vorzimmer des Intendanten auf die Auslegeware. Die ist lila und etwas abgewätzt.

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