Aufhören! Schluss jetzt! Was Neues!

Wer wird Intendant am Gorki-Theater? Jetzt wird mit dem besten Kandidaten verhandelt: Nicolas Stemann.

Machen wir uns kurz die Situation klar: Die Hauptstadt hat fünf Stadttheater. Die Unterschiede zwischen den Häusern sind groß – Frank Castorfs Volksbühne und Claus Peymanns Berliner Ensemble bewohnen, ästhetisch gesehen, verschiedene Theaterplaneten. Aber alle Häuser folgen demselben Stadttheatermodell: Man kümmert sich, mehr oder weniger, um die Klassiker, spielt ein bisschen Romane oder Filme, giert nach Uraufführungen und hat allenthalben Not, Frieden unter den Ensemblemitgliedern zu wahren. Und alle leiden zusehends an Schnappatmigkeit: In ziemlich kurzer Zeit werden ziemlich viele Premieren herausgebracht, weil man erstens glaubt, das Publikum wolle mit immer Neuem gefüttert werden und man zweitens hofft, so schneller auf die Pulsschläge der Zeit reagieren zu können. Allseits herrscht zudem die Furcht vor Subventionskürzungen und ein seltsamer Selbstlegitimationsdruck. Aufs Ganze gesehen kommt einem das Stadttheater mitunter wie ein Zwangsapparat vor. Man muss es deshalb nicht in Bausch und Bogen verdammen, jedes Stadttheater hat seine Berechtigung. Aber es ginge in Einzelfällen auch anders.

An diesem Punkt kommt das Maxim-Gorki-Theater ins Spiel. Es ist das kleinste der Hauptstadthäuser. Seitdem Armin Petras hier 2006 Intendant wurde, hat es sich in einen jugendherbergshaften Überbietungswettkampf begeben: noch schnappatmiger, noch mehr Premieren in noch kürzerer Zeit als alle anderen...

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