Drei Mal Jugend

Manchmal spricht auch ein Mangel für Gewinn. Ein wenig verwundert reibt man sich ja schon die Augen, dass beim neu ins Leben gerufenen Jugendstückewettbewerb des Heidelberger Stückemarkts keines der großen Kinder- und Jugendtheater Deutschlands dabei ist: kein Grips Theater, kein Theater an der Parkaue Berlin, kein Theater Junge Generation Dresden, kein Theater der Jungen Welt Leipzig.

Tatsächlich aber spricht diese Abwesenheit der Spezialisten bei gleichzeitiger Einladung von Staatstheatern aus Dresden, Wiesbaden und Hannover für eine wachsende Präsenz des Jugendtheaters. Die Zeiten, in denen die großen städtischen Bühnen am jungen Publikum vorbei inszenierten, sind passé. Ein starkes Jugendangebot gehört heute ebenso wie eine rührige Theaterpädagogik zur Grundausstattung der Häuser. Manch eine Bühne vermag mit jungen Arbeiten geradezu ein Profil zu schärfen. So war es beim Neustart der Oldenburger Intendanz von Markus Müller 2006, als mit "Crash" von Sera Moore Williams in einer Inszenierung der damals noch weitgehend unbekannten Anna Bergmann ein verheißungsvolles Signal für die ästhetisch dann tatsächlich sehr mutige Theaterarbeit im äußersten Nordwesten gesetzt wurde.

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