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Thalia-Intendant Joachim Lux. Schuld und Bühne

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Kategorie: Das Stadttheater - Reif für Reformen
Veröffentlicht am Samstag, 18. August 2012 16:25

Kein deutscher Theatermacher trimmt sein Haus so auf Wirtschaftlichkeit wie Thalia-Intendant Joachim Lux - und trägt dabei auch noch reihenweise Ehrungen nach Hause. Ein Gespräch über Subventionen und Untergangsapostel in der Financial Times Deutschland.

Hier geht es zum ganzen Interview. 

Kulturagenten – Netzwerker vor Ort

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Kategorie: Das Theater für junges Publikum
Veröffentlicht am Montag, 13. August 2012 11:51
Geschrieben von Inga Schwörer

Die einen firmieren unter dem Titel Kultur und Schule, die anderen agieren mit dem Kürzel TuSch und seit dem September 2011 gibt es jetzt auch die sogenannten Kulturagenten. Seit einigen Jahren sprießen immer wieder neue Vermittlungsprojekte zwischen Theatern und Schule aus dem Boden.

Das auf vier Jahre angelegte Modellprojekt habe – so heißt es laut Homepage – in den Bundesländern Hamburg, Berlin, Nordrhein-Westfalen, Thüringen und Baden-Württemberg insgesamt 46 Kulturagent_innen eingesetzt, die jeweils drei Schulen betreuten. Diese mussten sich zuvor bewerben und sind dann von der Programmleitung und den zuständigen Ministerien ausgewählt worden. Ziel des Programms sei es, Kinder und Jugendliche nachhaltig für Kunst und Kultur zu begeistern, um dadurch ihre Persönlichkeitsentwicklung zu fördern. Unterstützt wird das Programm von der Kulturstiftung des Bundes und der Stiftung Mercator.

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transeuropa, ein Festival forscht. Das Bankett als Begegnungs-Raum für Theater-Machende

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Kategorie: Das freie Theater - Die Alternative
Veröffentlicht am Mittwoch, 11. Juli 2012 23:47
Geschrieben von Amelie Buchinger

Theaterfestivals bringen temporäre Gemeinschaften hervor, die sich nicht nur im gemeinsamen Erleben eines oft dichtgedrängten Aufführungsprogramms realisieren, sondern auch und vor allem in den Zeiten zwischen dem eigentlichen Theater: auf dem Weg zur nächsten Spielstätte, beim Essen und Trinken im Festivalcafé oder während abendlicher Konzerte und Partys. Das Initiieren sowie Inszenieren solcher zeitlicher wie örtlicher Begegnungs-Räume liegt in der Hand der Festivalmachenden.

Die Kuration von transeuropa2012, dem studentischen Theater- und Performancefestival an der Universität Hildesheim, versuchte solche Begegnungs-Räume zu schaffen und zugleich innerhalb einer ästhetischen Praxis der Festivalforschung zu untersuchen und zu reflektieren. Am 16. Mai lud transeuropa2012 zum >>Bankett für Festivalforschung und diskutierte mit mehr als sechzig Teilnehmenden, darunter Kurator_innen, Dramatug_innen und junge Festivalmacher_innen, über gemeinschaftsstiftende Festival-Formate und kuratorische Strategien.

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Die ungewollte außerparlamentarische Opposition

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Kategorie: Das Stadttheater - Reif für Reformen
Veröffentlicht am Mittwoch, 04. Juli 2012 15:35
Geschrieben von Jasper Tibbe

„Heart of the City – Recherchen zum Stadttheater der Zukunft" erschien 2011 als sogenanntes Arbeitsbuch der Zeitschrift Theater der Zeit. Die Herausgeber Josef Mackert, Heiner Goebbels und Barbara Mundel haben eine thematisch vielfältige, aber in der Aussage beeindruckend einheitliche Sammlung von ambitionierten Beiträgen zusammengestellt. Der gemeinsame Apell aller Aufsätze, sei es in Form eines „Plädoyers für ein nomadisches Gegenwartstheater" (Carena Schlewitt) oder der „interkulturellen Öffnung des Theaters" (Mark Terkessidis), lautet: Diversität ist der Schlüssel zum Stadttheater der Zukunft! Matthias von Hartz pointiert in dem polemischsten Artikel des Heftes die damit einhergehende Kritik am eben nicht-diversen, patriarchalischen und fortschrittsfeindlichen Stadttheater mit der These, das zwar neunzig Prozent der öffentlichen Theatergelder in Deutschland ins Stadt- und Staatstheatersystem investiert würden, neunzig Prozent der Innovationen hingegen aus der Freien Szene oder dem Ausland kommen würden. Und dass sogar, so Hartz, die „Logik der Institution" sich automatisch mehr um ihr eigenes Fortbestehen als das Fortbestehen von Theater überhaupt kümmern würde. Dieser vieldiskutierte und –kritisierte Artikel war der erste der Reihe „Debatte um die Zukunft des Stadttheaters" auf nachkritik.de, die mittlerweile sieben Teile umfasst.

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"Mal watt ganz anderes!" Erfahrungen im Umgang mit Stadttheater und Freier Szene und die Sehnsucht nach einem schönen Grau

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Kategorie: Das Stadttheater - Reif für Reformen
Veröffentlicht am Mittwoch, 04. Juli 2012 15:06
Geschrieben von Olaf Kröck

Das Theater Festival Impulse hat mit seinen neuen Konzepten und der Radikalisierung seiner Einladungspraxis durch Arbeiten, die den Theaterbegriff sehr weit fassen und den Blick über den deutschsprachigen Raum hinaus heben, die Perspektive auf die Freien für mich neu justiert. Denn die von Tom Stromberg und Matthias von Hartz und ihren Jurys nach Nordrhein-Westfalen geholten Produktionen haben meiner Meinung nach das gesamte Theater auf sein Innovationspotenzial hin überprüft. Damit ist das Fes tival, vielleicht mehr noch als in den Jahren zuvor, zu einem Seismografen für künstlerische Entwicklungen der darstellenden Künste insgesamt geworden.

Und da stellt man dann eben fest, dass die städtischen Bühnen zumindest als Aufführungsort plötzlich lukrativ werden. Denn zweifelsohne ist bemerkt worden, dass in die künstlerische Praxis der Stadttheater Bewegung gekommen ist. Und das liegt auch an einer vielfältigen Freien Szene, die durchschlagende, künstlerische Veränderungen in Gang gesetzt hat. Und die sich vor allem nicht scheut, mit oder im Stadttheater zu arbeiten. Damit einher gingen Ausbildungskonzepte an Universitäten, die Theater nicht länger als eine ausschließlich auf dramatischem Text basierende Aufführungspraxis in einer Guckkastenbühne vermitteln. Absolventen aus Studienorten wie Gießen oder Hildesheim finden sich mittlerweile an Positionen, in denen nicht nur das ästhetische Verständnis von Theaterarbeit beeinflusst werden kann, sondern auch die Struktur der Produktionsstätten. So bekommen immer mehr Stadttheater frischen Wind. Der schwarzweißmalerische Konflikt zwischen der Institution und den Freien wird zu einem schönen Grau. Denn die Wiederholung des Immergleichen, egal ob in der Freien Szene oder am Stadttheater, musealisiert das Theater. Erst neue Wege, ich glaube, es werden in Zukunft immer häufiger gemeinsam zu beschreitende sein, geben Impulse.


Lesen Sie den ganzen Text hier.
Mit freundlicher Genehmigung von Theater der Zeit. 

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