HomeDarf's ein bisschen weniger sein? - Der Verteilungskampf wird lauter: Auch über Theaterschließungen wird wieder spekuliert
Von Ronald Meyer-Arlt Das Staatstheater Wiesbaden hat sich an die Redaktionen der Republik gewandt. Die Leiterin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit verschickte eine Mail mit einer Stellungnahme des Intendanten Manfred Beilharz zu den Kürzungsabsichten beim Theateretat in Bonn. Die Stellungnahme von Beilharz, der vor seiner Tätigkeit in Wiesbaden Intendant in Bonn war, fiel kurz aus. Er schrieb: „Es darf nicht sein, dass der Theateretat in Bonn weiter drastisch gekürzt wird. Das Theater, dem unter meinem Nachfolger Klaus Weise schon enorme Sparanstrengungen auferlegt wurden, darf nicht weiter kaputtgespart werden. Was soll eine ,Bundes- und Beethoven-Stadt’ Bonn ohne ein Schauspiel?“
Weiterlesen: Darf's ein bisschen weniger sein? - Der Verteilungskampf wird lauter: Auch über... Bühnenprekariat spielt für die Reichen
Stuttgart - Es ist eine Sternstunde des Freien Theaters: Die Mitglieder des Performancekollektivs She She Pop haben ihre Väter zu Proben von Shakespeares "König Lear" gebeten und einen Abend entwickelt, der einen tiefen Eindruck hinterlässt. "Testament" ist eine künstlerische und persönliche Auseinandersetzung zwischen zwei Generationen. Die drei Herren, die an diesem Abend Anfang Dezember im Berliner HAU auftreten, sind an die siebzig und leben in Stuttgart. Drei Könige, die mit schweren Stiefeln die Bühne betreten. Mit ihren Kindern lesen sie Szenen aus dem Stück und sprechen über Erbe, Werte, über Vergebung und die Zukunft.
„Von Nichts kommt nichts“ – was macht die Krise mit dem Theater, das Theater mit der Krise? - Das Goethe-Institut zur Theaterszene und Trends
Im Moment, das zeigt ein Blick in die Spielzeithefte der Saison 2010/2011, stehen Autoren, Dramaturgen und Regisseure der globalen Krise abwartend gegenüber. Und das, obwohl sie Staatshaushalte zu ruinieren droht. Heute wissen wir, was parallel geschah, als die Investmentbank Lehmann Brothers im Herbst 2008 wie ein ertrinkender Renditeschwimmer nach Luft japste. Dem Bankhaus waren mehrere Milliarden spekulierendes Finanzmaterial abhanden gekommen, es versuchte aber immer noch diese „Alles wird gut“-Atmosphäre zu verbreiten. Zu diesem Zeitpunkt deutete die Krise sich zart an, Elfriede Jelinek allerdings schrieb bereits an ihrem Text Die Kontrakte des Kaufmanns, während das sich gerade neu formierende Hamburger Thalia Theater sehr schnell zusammen mit dem Kölner Schauspiel entschied, den Textstrom über global flutende Finanzströme in der Inszenierung von Nicolas Stemann umgehend in den Spielplan zu nehmen.
Politik überschätzt Theater- und Orchesterfusionen - Verwaltungsrat des Bühnenvereins tagte gestern in München
Politik überschätzt Theater- und Orchesterfusionen - Verwaltungsrat des Bühnenvereins tagte gestern in München
Der Verwaltungsrat des Deutschen Bühnenvereins warnt vor den Risiken von Theater- und Orchesterfusionen. Solche Fusionen würden von Kommunal- und Landespolitikern immer wieder leichtfertig als eine Lösung bei der Kürzung der öffentlichen Kulturhaushalte in Spiel gebracht. Dies geht aus Sicht des gestern in München tagenden Verwaltungsrats mit vielen falschen Erwartungen und Fehleinschätzungen einher. Sie liegen zum Teil im künstlerischen, zum Teil im wirtschaftlichen Bereich.
Kunst und Kultur dürfen nicht kaputt gespart werden
Leipziger Appell der Betriebs- und Personalräte an Theatern und Bühnen
Weiterlesen: Kunst und Kultur dürfen nicht kaputt gespart werden Weitere Beiträge... |

